Habe ich heute auf Okayfrankfurt gefunden – die deutsche Antwort auf eine Videobotschaft aus Spanien. Hier das Video aus Spanien und danach die deutsche Antwort:
Diese beiden Videos können nicht oft genug im Netz auftauchen, deshalb habe ich sie beide hier verblogt. Bitte weiterverbreiten – Danke! (Und weil der Begriff Solidarität heute wohl nicht mehr so geläufig ist, hier wird er erklärt: http://de.wikipedia.org/wiki/Solidarit%C3%A4t)
Und selber aktiv werden? Ja – am 31. Mai und 1. Juni 2013 bei den geplanten Blockupy-Tagen in Frankfurt!
Ist Minimalismus als Lebensstil letztendlich nicht nur eine Reaktion auf die wachsenden Anforderungen einer sich immer schneller drehenden globalisierten neoliberalen Welt, die vom Einzelnen ein Höchstmaß an Flexibilität und Ortsungebundenheit bei immer weniger Einkommen, immer höher steigenden Mieten und Energiekosten und dabei immer tieferen Einschnitten in die Systeme der sozialen Sicherung und dem Erodieren von gesellschaftlicher Solidarität?
Anfang des Jahres wurde ich von den Bloggerkollegen und Podcastern Daniel und Michael eingeladen, bei einer Folge Ihres Minimalismus Podcast als Gast mit dabei zu sein.
Wir unterhielten uns über die Themen (Lohn-)Arbeit, Teilzeitarbeit, Freizeit, eigene Projekte und warum ein minimalistischer Lebensstil hilfreich ist, mehr Zeit für die interessanten und wichtigen Dinge im Leben zu haben.
Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, das Gespräch mit den beiden hat fast ein Stunde gedauert und die Episode ist seit einigen Tagen online. Danke an Daniel und Michael für Ihr schönes Poscastprojekt, ich freue mich schon auf die nächsten Folgen!
Letzten Herbst im Oktober besuchte ich meinen Freund Dirk Hülstrunk in Finnland. Dirk lebte dort zwei Monate als Stipendiat und Gast der Konen Foundation auf der Saari Residence, einem alten Gutshof in der Nähe von Mynämäki im Süden Finnlands. In der Woche meines Aufenthaltes hatte ich das Glück, dass ich sowohl noch die letzten sonnigen Herbsttage als auch den ersten Schnee in Finnland erlebte.
Erst jetzt kam ich dazu, die vielen Fotos von diesem wunderbaren Flecken Erde zu sichten, eine kleine Auswahl hier zu posten und mich an die schöne Zeit dort zu erinnern.
Clauss Dietel entwarf in der DDR Rundfunkgeräte, Autos, Motorräder, Produktionsmaschinen und vieles mehr. Wie auch in den anderen Interviews mit weiteren Ost-Designer/innen, die auf der Seite dokumentiert sind, gibt er einen Einblick in die Herangehensweise an Gestaltung von Industrieprodukten in einer sozialistisch geprägten Gesellschaft. Zwar waren die Designer auf der einen Seite befreit von kapitalistischen Verkaufs- und Vermarktungsmechanismen, hatten aber auf der anderen Seite mit Mangel an zur Verfügung stehenden Werkstoffen und Produktionsmaschinen bzw. -technologien zu kämpfen, die dann aber zu sehr eigenständigen Lösungswegen führen.
Die Dinge sollten dauerhaft, also lange in Gebrauch und zeitlos in der Gestaltung sein. Dietel spricht in diesem Zusammenhang auch vom “Moralischen Verschleiß”, eine Form der geplanten Obsoleszenz, bei der es nicht um die technischen Sollbruchstellen sondern um schnell wechselnde Trends, um modisch orientierte Formgestaltung geht, die schnell wieder veraltet und dadurch immer nach neuen, der nachfolgenden Mode angepassten Produkte verlangt.
Geprägt hat er auch den Begriff der “Gebrauchspatina”. Dahinter steckt die Überlegung, wie könnten Gegenstände so gestaltet werden, dass die Spuren des täglichen Gebrauchs den Dingen im Laufe der Zeit immer mehr Leben einhauchen, sie Geschichten erzählen lässt. Eine Vorstellung, die sich auch im japanischen Konzept von Schönheit und Wahrnehmung “Wabi Sabi” wiederfindet, in dem der Prozess der Alterung eines Gegenstandes durch den langjährigen Gebrauch einen Wert an sich bekommt.
Angesichts der heutigen Probleme mit mangelnden Rohstoffen weltweit und den Bemühungen, nachhaltige und langlebige Produkte zu entwickeln lohnt es sich durchaus die Arbeiten der sozialistischen Formgestalter mit einem neuen Blick wieder zu entdecken und daraus für heutige Lösungsansätze zu lernen.
Über Dr. Nico Paech und die Postwachstumsökonomie hatte ich kürzlich erst was gebloggt. Per Twitter stieß ich vor einigen Tagen auf eine dreiteilige Artikelserie von Alice Scheerer, die sie nach einem Besuch des Vortrags “Nachhaltiges Wirtschaften ohne Wachstum” von Nico Paech in Stuttgart im Januar dieses Jahres in ihrem Blog SlowLifeLab schrieb.
Meine erste richtige Kamera war eine gebrauchte analoge Konica-Spiegelreflex, noch ohne Autofokus, zu der ich mir bald noch neben verschiedenen Objektiven und einigen Filtern ein zweites Gehäuse zulegte. Obwohl ich schon lange nur noch digital fotografiere, brachte ich es nicht übers Herz, mich von der Ausrüstung zu trennen. Gut verstaut in einer Fototasche überstand sie daher einige Aufräumaktionen.
Neulich stieß ich durch Zufall bei einer Netzrecherche auf einen Adapter für etwa 30 Euro, mit dessen Hilfe ich auf meine Digitalkamera, eine Sony NEX-3, die alten Objektive mit dem früheren Konica-Bajonett schrauben kann. Ich wollte das ausprobieren, bestellte den Adapter und zwischen Weihnachten und Neujahr kam er dann auch an – genau richtig, um an eine paar ruhigen Tagen damit herum zu spielen.
Niko Paech ist Volkswirt und derzeit Gastprofessor am Lehrstuhl für Produktion und Umwelt („PUM“) der Universität Oldenburg. Seine Interessen und Forschungsschwerpunkte liegen in Fragen der Nachhaltigkeit und der ökologischen Ökonomie. Ähnlich wie Frithjof Bergmann sieht Niko Paech in der Zukunft für uns immer weniger lohnabhängige Erwerbsarbeit („20-Stunden-Woche“), dafür aber einen höheren Anteil an Selbstversorgung.
In diesem Vortrag, den ich bei Karma Konsum entdeckt habe, erklärt er seinen Ansatz der Postwachstumsökonomie sehr schön: