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Arbeit & Zukunft: Niko Paech und die Postwachstumsökonomie

Sonntag, 23. Dezember 2012

Niko Paech ist Volkswirt und derzeit Gastprofessor am Lehrstuhl für Produktion und Umwelt („PUM“) der Universität Oldenburg. Seine Interessen und Forschungsschwerpunkte liegen in Fragen der Nachhaltigkeit und der ökologischen Ökonomie. Ähnlich wie Frithjof Bergmann sieht Niko Paech in der Zukunft für uns immer weniger lohnabhängige Erwerbsarbeit („20-Stunden-Woche“), dafür aber einen höheren Anteil an Selbstversorgung.

In diesem Vortrag, den ich bei Karma Konsum entdeckt habe, erklärt er seinen Ansatz der Postwachstumsökonomie sehr schön:

KarmaKonsum Konferenz 2011 apl. Prof. Dr. Niko Paech from KarmaKonsum on Vimeo.

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Neue Arbeit: Günter Faltin, Entrepreneurship und das Internet halt …

Sonntag, 22. Juli 2012

Es ist schon eine Weile her, da hat mir @ZenMonkey_de ein Buch geschenkt, “Kopf schlägt Kapital” von Günter Faltin. Ich hatte bisher nur Gutes über das Buch gehört und war sehr neugierig darauf, es selber zu lesen.

Was soll ich sagen – ich hatte mir etwas mehr mehr von dem Buch erwartet. Günter Faltin beschreibt darin eine andere, neue Art des Unternehmertums, für die er den Begriff Entrepreneurship verwendet. Neuer Namen für ein altes Konzept? Nein, es geht um die Entwicklung einer kreativen Idee und die Umsetzung derselben mit Hilfe von spezialisierten Partnern – die Organisation des Zusammenspiels der einzelnen Bausteine ist die Kunst, die aus der Idee Realität werden lässt.

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Die dritte industrielle Revolution – Jeremy Rifkin und der Umbau der Gesellschaft

Dienstag, 29. November 2011

Baukran in Altea, Spanien

Es ist gefühlt noch gar nicht so lange her, da wurden Menschen, die sich ernsthaft vorstellten, Energie könnte aus Windrädchen und Solaranlagen auf dem Dach gemacht werden, als realitätsferne Spinner belächelt. Jetzt hat Jeremy Rifkin, ein einflussreicher Soziologe und Ökonom, der sich schon lange mit den Themenbereichen gesellschaftlicher und technischer Weiterentwicklungen beschäftigt und unter anderem auch der EU-Kommision als Berater zur Seite steht, in seinem neuen Buch “Die dritte industrielle Revolution” genau das beschreiben.

Der von ihm skizzierte Wandel findet auf fünf Ebenen statt, er spricht von den folgenden fünf Säulen:

  1. Umstieg auf erneuerbare Energien
  2. Umwandlung der bestehenden Bausubstanz in “Mikrokraftwerke”, die Energie erzeugen, speichern und verteilen
  3. Wasserstoff- bzw. andere Speichertechnologien an allen Punkten der Energieerzeugung
  4. Aufbau von intelligenten Stromnetzen (analog zum Internet)
  5. Umstellung des Verkehrs auf Elektroantriebe bzw. Brennstoffzellen

Als Politikberater stößt Rifkin weltweit auf reges Interesse und konnte schon – vor allem in Europa – einige Erfolge mit dem Ergebnis von konkreten Planungsprojekten erreichen, die er an den Beispielen der Regionen San Antonio (USA), Rom, Utrecht und Monaco beschreibt.

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Neue Arbeit: Open Source Ecology

Dienstag, 9. August 2011

Gestern war ich das erste Mal in der Brotfabrik im Nachbarstadtteil Frankfurt/Hausen beim Webmontag. Zum Webmontag trifft man sich Abends für zwei Stunden, es gibt ca. 1,5 Stunden Programm mit kurzen, maximal 15 minütigen Vorträgen zu verschiedensten Themen rund um Web 2.0 und viele Gelegenheiten zum sich gegenseitig Kennenlernen, für Gespräche, zum knüpfen von Kontakten und zum ausbrüten von neuen gemeinsamen Projektideen. Obwohl Frankfurt ja klein ist, war ich sehr erstaunt, wie viele Leute ich dort schon kannte und neu kennenlernte.

Ein Vortrag über Open Source Hardware hat mich nachhaltig fasziniert. Nikolay Georgiev stellte das 2004 gegründete Netzwerk Open Source Ecology vor, ein Projekt, in dessen Kontext Landwirte, Techniker und Interessierten, die zusammen das Global Village Construction Set (GVCS)) entwickelten, ein freies und offen dokumentiertes modulares System, mit dem sich auf Grundlage eines Traktors als Grundmaschine … ach was, kuckt einfach mal dieses Video an, das erklärt viel mehr:

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Frithjof Bergmann und die Zukunft der Arbeit

Sonntag, 19. Juni 2011

Alte Werkzeuge, Sägemühle Illigmühle

Wenn wir heute über Arbeit und die Zukunft der Arbeit sprechen, meinen wir – zumindest im hoch entwickelten Westen – zunächst die bezahlte Erwerbsarbeit. Ob Angestellt oder Selbstständig, für die meisten von uns bedeutet Arbeit die Möglichkeit und Notwendigkeit Geld zu verdienen und damit sowohl die grundlegenden Bedürfnisse zum Leben abzudecken und – sofern noch etwas übrig bleibt – sich etwas Kultur, Bildung und Luxus zu leisten.

Noch vor einigen Jahrzehnten allerdings waren Menschen neben ihrer Lohnarbeit vielfach noch damit beschäftigt, sich selbst zu versorgen und Waren oder Lebensmittel für den Eigengebrauch herzustellen. Solche subsistenzwirtschaftliche Nischen waren zum Beispiel landwirtschaftliche Nebenbetriebe, die Lebensmittel hauptsächlich für den Eigenverbrauch herstellten ebenso wie die Eigenversorgung in der Stadt mittels Schrebergärten und Hinterhofgärten. Auch im handwerklichen Bereich wurden früher viel mehr Waren für den eigenen Bedarf hergestellt, seien es Kleidung, Möbel und Haushaltsgegenstände, selbst beim Hausbau wurden viele der anfallenden Arbeiten selbst erledigt.

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Wohlstand ohne Wachstum?

Freitag, 21. Januar 2011

In der Reihe SWR2-Wissen wurde die Tage ein sehr schöner Beitrag mit dem Thema “Wohlstand ohne Wachstum?” ausgestrahlt, in dem auch Zukunftsvorstellungen von einer neuen Lebens- und Arbeitswiese skizziert werden, die seit einigen Jahren nicht nur gedacht sondern auch gelebt werden, wo also aus Utopie an manchen Orten schon Praxis geworden ist.

Für viele mag eine Zukunft ohne (wirtschaftlichem) Wachstum mit der Furcht nach verminderter Lebensqualität verbunden sein – für mich bergen Zukunftsideen, wie in dieser Sendung umrissen, eher eine Verbesserung der Lebensqualität und Lebenszufriedenheit. Mehr selbst bestimmtes Leben und mehr Leben in einer Gemeinschaft, die lernt miteinander statt nebeneinander zu leben und zu arbeiten. Ich sehe da eher die Chancen für einen Schritt zu einer lebenswerteren Gesellschaft.

Hier noch ein paar Links im Zusammenhang mit der Sendung: