Immer wieder erstaunt es mich, dass so viele kaputte Geräte, Möbel und Kleidung weggeworfen werden, die leicht noch repariert werden könnten. Oftmals werden Produkte zwar äußerst reparaturunfreundlich hergestellt, doch hochwertigere Sachen können durchaus oft mit ein wenig Fachwissen und das geeignete Werkzeug ohne Probleme wieder in Ordnung gebracht werden.
Über das Getränke-Kollektiv Premium Cola und das damit verbundene wirtschaftliche und soziale Konzept habe ich schon weiter unten kurz was geschrieben und nachdem “das Gehirn” von Premium Cola, Uwe Lübbermann, in den Kommentaren noch einiges ergänzt hat, bin ich noch neugieriger geworden. Wie funktioniert nun dieses “Betriebssystem” im Detail, was sind die Ideen dahinter, wie findet die Zusammenarbeit im Alltag statt, welche Probleme gibt es dabei und wie hat sich aus einer Idee ein komplexes, tragfähiges wirtschaftliches System innerhalb von mehr als 10 Jahren entwickelt? (weiterlesen …)
Inzwischen aber wollen immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher sich das nicht mehr gefallen lassen, zumindest taucht das Thema geplante Obsoleszenz mehr und mehr in der öffentlichen Diskussion auf.
Ich habe früher selbst oft in Industriebetrieben gejobbt und kann mir gut vorstellen wie sich das anfühlt, so arbeiten zu müssen. Allerdings waren das bei mir immer nur vorübergehende Beschäftigungsverhältnisse und nicht mein lebenslanger Arbeitsalltag.
Ich habe keine Lust mehr, mir auf Kosten der Gesundheit von dort ausgebeuteten Menschen den Schrank mit billigen Kram voll zuhängen. Das Netzwerk Faire Mode zeigt in Ihrem Good-Jeans-Guide, dass es auch Hersteller gibt, die anders produzieren und Verantwortung gegenüber Mensch und Umwelt zeigen.
Ja, die Jeans dort sind unter Umständen mehr als fünf mal so teuer wie die Billig-Jeans bei den großen Ketten und doppelt so teuer wie normale Markenjeans. Ja, und trotzdem kann man sich das leisten, wenn man will – vielleicht lieber ein paar Hosen weniger im Schrank oder an anderer Stelle durch mehr Einkaufen in Second-Hand-Läden den Textil-Etat schonen – das geht schon irgendwie, wenn man nicht wirklich arm ist.
Sina Trinkwalder, Gründerin und Geschäftsführerin des ökosozialen Augsburger Kleidungsherstellers Manomama, und Eike Wenzel, Trendforscher und Gründer des Instituts für Trend- und Zukunftsforschung (www.zukunftpassiert.de) haben sich mit Greenwashing, LOHAS und dem neuen Modemarkt scheinbar nachhaltiger Wirtschaft auseinandergesetzt und ein Manifest gegen Nachhaltigkeit geschrieben, das hier in der TAZ nachzulesen ist.
Beide benennen klar, was sich wirklich ändern muss und was wir wirklich bräuchten:
Vom Wohlstand zur Lebensqualität
Von der Kette in den Kreislauf
Act local, respect global
Rücksicht für Fortschritt
Eine neue Zeit – in der Stadt und auf dem Land
Mit Herzblut statt halbherzig
Das Ende der Ü-Ei-Generation
Gemeinwohl nicht im Alleingang
Ehrlichkeit
Sina Trinkwalder erhält heute den Preis als Social Entrepreneur der Nachhaltigkeit 2011 vom Rat für Nachhaltige Entwicklung.
Wieder mal etwas in Sachen Individualverkehr und zu der Fragen “muss es immer das eigene Auto sein”?
Letzten Montag auf dem Webmontag in der Brotfabrik (Frankfurt-Hausen) stellte Michael Hübl den neugegründeten Internetdienst flinc.org vor, mit dessen Hilfe sich einfach und unkompliziert Mitfahrgelegenheiten finden lassen. Der Dienst kann neben dem Rechner zuhause am sinnvollsten über ein Smartphone unterwegs und über eine mögliche Integration in das Navi im Auto genutzt werden. So können auch Mitfahrgelegenheiten für kurze Strecken schnell, bequem und kurzfristig gefunden werden.
Ich finde die Idee grandios und die Umsetzung sehr gelungen – auf jeden Fall ist flinc.org ein Baustein mehr für ein smartes Mobilitätskonzept und kann es mehr Menschen ermöglichen, auf ein eigenes Auto zu verzichten oder das eigene Auto besser und effizienter zu nutzen.
Warum wird Wasser in Flaschen (… bei denen sich inzwischen auch noch die Einwegplastikflaschen durchgesetzt haben) gefüllt, diese über oft hunderte von Kilometern per LKW transportieren und für teuer Geld hier verkauft? Weil das tolle, mineralhaltige Quellwasser aus Vulkangestein von ganz-weit-weg kommt? Weil uns die Werbung mit schönen Naturbildern verspricht, dass es so unheimlich gesund und natürlich ist? Verkauft sich jedenfalls prima, gutes Geschäft!
Ein wenig die persönlich bevorzugte Suchmaschine benutzt und schnell wird klar: Das hier in Deutschland verfügbare Leitungswasser wird bei weitem strenger und genauer kontrolliert als jedes in Flaschen abgefüllte und verkaufte Wasser, kostest dabei kaum etwas, wird frei Haus geliefert, ohne Schlepperei, immer frisch, und die örtlichen Wasserversorger stellen obendrein in der Regel umfassende Informationen über die Wasserqualität zur Verfügung.