Artikel-Schlagworte: „Gesellschaft“

Hören: Podcast von Holger Klein mit Uwe Lübbermann, Premium Cola

Mittwoch, 14. November 2012

Über das Getränke-Kollektiv Premium Cola und das damit verbundene wirtschaftliche und soziale Konzept habe ich schon weiter unten kurz was geschrieben und nachdem “das Gehirn” von Premium Cola, Uwe Lübbermann, in den Kommentaren noch einiges ergänzt hat, bin ich noch neugieriger geworden. Wie funktioniert nun dieses “Betriebssystem” im Detail, was sind die Ideen dahinter, wie findet die Zusammenarbeit im Alltag statt, welche Probleme gibt es dabei und wie hat sich aus einer Idee ein komplexes, tragfähiges wirtschaftliches System innerhalb von mehr als 10 Jahren entwickelt?
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Die dritte industrielle Revolution – Jeremy Rifkin und der Umbau der Gesellschaft

Dienstag, 29. November 2011

Baukran in Altea, Spanien

Es ist gefühlt noch gar nicht so lange her, da wurden Menschen, die sich ernsthaft vorstellten, Energie könnte aus Windrädchen und Solaranlagen auf dem Dach gemacht werden, als realitätsferne Spinner belächelt. Jetzt hat Jeremy Rifkin, ein einflussreicher Soziologe und Ökonom, der sich schon lange mit den Themenbereichen gesellschaftlicher und technischer Weiterentwicklungen beschäftigt und unter anderem auch der EU-Kommision als Berater zur Seite steht, in seinem neuen Buch “Die dritte industrielle Revolution” genau das beschreiben.

Der von ihm skizzierte Wandel findet auf fünf Ebenen statt, er spricht von den folgenden fünf Säulen:

  1. Umstieg auf erneuerbare Energien
  2. Umwandlung der bestehenden Bausubstanz in “Mikrokraftwerke”, die Energie erzeugen, speichern und verteilen
  3. Wasserstoff- bzw. andere Speichertechnologien an allen Punkten der Energieerzeugung
  4. Aufbau von intelligenten Stromnetzen (analog zum Internet)
  5. Umstellung des Verkehrs auf Elektroantriebe bzw. Brennstoffzellen

Als Politikberater stößt Rifkin weltweit auf reges Interesse und konnte schon – vor allem in Europa – einige Erfolge mit dem Ergebnis von konkreten Planungsprojekten erreichen, die er an den Beispielen der Regionen San Antonio (USA), Rom, Utrecht und Monaco beschreibt.

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Arbeit & Zukunft

Freitag, 10. Juni 2011

Prekaritat nach der Jahrhundertwende 1900

Nichts Neues: Unsere Arbeitsgesellschaft unterliegt seit einigen Jahrzehnten einem umfassenden Wandel, von der ursprünglich starken Prägung einer Industrie- und Produktionsgesellschaft zur Wissens-, Informationsgesellschaft und Dienstleistungsgesellschaft. Mit dem Einzug von Computern zunächst in die Produktion und dann sehr schnell in den Verwaltungen und Büros und seit diesem Jahrzehnt der Verbreitung des (Breitband-)Internets im Produktivbereich hat sich die Arbeitswelt rasant verändert und wird sich noch weiter stark verändern.

Viele Berufe sind neu entstanden (Webdesigner, Programmierer), viele Berufe sind innerhalb einer Generation ausgestorben (Schriftsetzer, Kohlehändler, technischer Zeichner). Berufsfelder sind mit einander verschmolzen (Mechatroniker, Informatikkaufmann), der Dienstleistungssektor hat neue Bedeutung und Gewichtung bekommen.

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Lebensqualität und Bruttoinlandprodukt

Donnerstag, 17. Februar 2011

Wie kann Lebensqualität gemessen werden? Und was ist überhaupt Lebensqualität? Bislang diente in den westlichen Ländern das Brutto-Inlandsprodukt (BIP – http://de.wikipedia.org/wiki/Bruttoinlandsprodukt) als Maßstab für Lebensqualität – steigt dieses, wird angenommen es gehe uns besser. Einfache Rechnung: die Gesellschaft erwirtschaftet mehr, also ist das gut für uns alle – mehr Geld, mehr Wohlstand, mehr Wohlbefinden.

Abgesehen davon, dass bei der Berechnung des BIP wahllos alle produzierten Waren- und Dienstleistungen innerhalb eines Jahres einer Volkswirtschaft berücksichtigt werden, was dazu führt, dass beispielsweise eine Flutkatastrophe durch die nachfolgenden Aufräumarbeiten und Wiederaufbauarbeiten sowie Aufwendungen für Rettung und Bergung zu einer Steigerung des BIP führt, wird in diesem Modell in keinster Weise berücksichtigt, wie sich die Lebensbedingungen jenseits monetärer Messbarkeit verändern.

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