Kleine Fluchten in der Stadt: Frankfurter Hauptfriedhof
Der Frankfurter Hauptfriedhof ist, gemessen an der Geschichte der Stadt, ein moderner Friedhof. 1828 eröffnet und als parkähnliche Anlage geplant und gestaltet wurde er im Laufe der Zeit immer wieder erweitert und ist mit seinem mittlerweile dichten und hohem Baumbestand einer der schönsten Grünanlagen Frankfurts. Vor allem im vorderen historischen Teil mit den alten, moosbewachsenen und efeuumrankten Grabsteinen, den vielen Farnen, Büschen und jungen Baumtrieben, dazwischen Bänken und Brunnensteine, Kieswege und Wiesenflächen erinnert der Friedhof an einem verwunschenen Zauberwald.
Ein paar Meter nach dem Friedhofsmauern, die laute, schnelle und betriebsame Stadt hinter sich lassen, beginnt eine tiefe Ruhe und Stille, die Zeit wird langsamer und unwichtig. Die eigene Endlichkeit wird wieder bewusst.
Manchmal gehe ich einfach für eine Stunde über den Friedhof, lese Inschriften auf Gräbern, setzte mich auf eine Bank in die Sonne oder halte die Hände in das kühle Wasser in eines der Steinbecken für die Gießkannen. Wenn ich dann wieder durch das Tor in die Stadt, das Leben und den Trubel komme, haben sich in mir meist ein paar Dinge und Wichtigkeiten ein klein wenig neu sortiert …
Schlagworte: Foto, Frankfurt, Hauptfriedhof









18. Juli 2012 um 13:56 Uhr
Schöne Motive hast Du da eingefangen !
Mich haben alte Friedhöfe schon immer sehr interessiert.
2. August 2012 um 20:35 Uhr
Ganz ganz tolle Bilder!!!!