Linux. Mal schnell ein Dualboot-System aufsezten.

Auf unserem Wohnzimmerrechner läuft Windows und für manche Programme brauchen wir das auch. Trotzdem wäre ein Linux auf dem Rechner auch nicht schlecht.

Letzte Woche kam die neue Ubuntu Version 12.04 mit Long Term Support heraus und ich machte mich endlich dran auf den Rechner neben Windows Ubuntu zu installieren. Seit längerem drückte ich mich davor, weil ich den erwarteten hohen Aufwand scheute und mit meinem Halbwissen befürchtete eher das ganze System platt zu machen. Da aber sowieso irgendwann ein Windows 7 auf dem Rechner das alte Windows XP ersetzten soll, wäre ein Misslingen nicht so dramatisch, also konnte ich meinen Spieltrieb nachgeben und es einfach mal ausprobieren.

Vorbereitend zog ich ein Backup der Daten und ein Defragmentieren der Festplatte ist auch zu empfehlen. Dann lud ich mir über www.unbuntu.com die entsprechende CD-ISO-Datei runter und spielte dieses nach der dortigen Anleitung auf einen USB-Stick. Das erspart einen CD-Rohling, der nach der Installation eh nur nutzlos rumliegen würde. Das funktionierte wunderbar, der Rechner musste dann nur noch so konfiguriert werden, dass er auch vom Stick aus booten kann.

Nach dem Hochfahren und Starten des Installationsprogramms erkannte Ubuntu die Windows-Installation und fragte, ob ich Ubuntu parallel installieren möchte. Yes. Anschließend wurden die Partitionen der Festplatte automatisch – auf Wunsch auch manuell möglich – neu eingerichtet und die Installation schnurrte durch. Keine halbe Stunde später konnte ich den Rechner neu starten und hatte zwei funktionierende Betriebssysteme nebeneinander laufen. Übrigens auch eine schöne Möglichkeit, Linux mal auszuprobieren, ohne gleich auf das gewohnte Windows zu verzichten.

So einfach, schnell und so rund hat wirklich noch nie eine Betriebssysteminstallation funktioniert. Ich bin wirklich angenehm überrascht, wie userfreundlich Linux inzwischen geworden ist, zumindest in Form einer Ubuntu-Distribution.

Von wegen Linux-ein-Frickelsystem, das war gestern …

Nachtrag: Wer es ganz genau machen will und sich nicht auf die Installationsroutine verlassen möchte – auf http://wiki.ubuntuusers.de/Dualboot wird ganz genau im Detail beschreiben, wie man das noch viel sauberer hinbekommt.

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