Die dritte industrielle Revolution – Jeremy Rifkin und der Umbau der Gesellschaft
Dienstag, 29. November 2011Es ist gefühlt noch gar nicht so lange her, da wurden Menschen, die sich ernsthaft vorstellten, Energie könnte aus Windrädchen und Solaranlagen auf dem Dach gemacht werden, als realitätsferne Spinner belächelt. Jetzt hat Jeremy Rifkin, ein einflussreicher Soziologe und Ökonom, der sich schon lange mit den Themenbereichen gesellschaftlicher und technischer Weiterentwicklungen beschäftigt und unter anderem auch der EU-Kommision als Berater zur Seite steht, in seinem neuen Buch “Die dritte industrielle Revolution” genau das beschreiben.
Der von ihm skizzierte Wandel findet auf fünf Ebenen statt, er spricht von den folgenden fünf Säulen:
- Umstieg auf erneuerbare Energien
- Umwandlung der bestehenden Bausubstanz in “Mikrokraftwerke”, die Energie erzeugen, speichern und verteilen
- Wasserstoff- bzw. andere Speichertechnologien an allen Punkten der Energieerzeugung
- Aufbau von intelligenten Stromnetzen (analog zum Internet)
- Umstellung des Verkehrs auf Elektroantriebe bzw. Brennstoffzellen
Als Politikberater stößt Rifkin weltweit auf reges Interesse und konnte schon – vor allem in Europa – einige Erfolge mit dem Ergebnis von konkreten Planungsprojekten erreichen, die er an den Beispielen der Regionen San Antonio (USA), Rom, Utrecht und Monaco beschreibt.





