Archiv für die Kategorie „Downshifting“

Minimalismus – Lifestyle des Neoliberalismus?

Sonntag, 28. April 2013

“Minimalismus ist nur ein Modebegriff, der Armut gesellschaftsfähig machen soll.”

(Kommentar unter einem Artikel über einen dpa-Presseartikel über Minimalismus: http://www.haz.de/Ratgeber/Bauen-Wohnen/Uebersicht/Minimalismus-ist-moderner-Einrichtungsstil)

Ist Minimalismus als Lebensstil letztendlich nicht nur eine Reaktion auf die wachsenden Anforderungen einer sich immer schneller drehenden globalisierten neoliberalen Welt, die vom Einzelnen ein Höchstmaß an Flexibilität und Ortsungebundenheit bei immer weniger Einkommen, immer höher steigenden Mieten und Energiekosten und dabei immer tieferen Einschnitten in die Systeme der sozialen Sicherung und dem Erodieren von gesellschaftlicher Solidarität?

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Podcast über Arbeit, Freizeit und Minimalismus

Freitag, 12. April 2013

Anfang des Jahres wurde ich von den Bloggerkollegen und Podcastern Daniel  und Michael eingeladen, bei einer Folge Ihres Minimalismus Podcast als Gast mit dabei zu sein.

Wir unterhielten uns über die Themen (Lohn-)Arbeit, Teilzeitarbeit, Freizeit, eigene Projekte und warum ein minimalistischer Lebensstil hilfreich ist, mehr Zeit für die interessanten und wichtigen Dinge im Leben zu haben.

Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, das Gespräch mit den beiden hat fast ein Stunde gedauert und die Episode ist seit einigen Tagen online. Danke an Daniel und Michael für Ihr schönes Poscastprojekt, ich freue mich schon auf die nächsten Folgen!

Karl Clauss Dietel – Design, offenes Prinzip und Gebrauchspatina

Freitag, 1. März 2013

Vor einiger Zeit bin ich über die Seiten der Stiftung Industrie- und Alltagskultur auf ein Videointerview mit dem deutschen Formgestalter Karl Clauss Dietel gestoßen.

Clauss Dietel entwarf in der DDR Rundfunkgeräte, Autos, Motorräder, Produktionsmaschinen und vieles mehr. Wie auch in den anderen Interviews mit weiteren Ost-Designer/innen, die auf der Seite dokumentiert sind, gibt er einen Einblick in die Herangehensweise an Gestaltung von Industrieprodukten in einer sozialistisch geprägten Gesellschaft. Zwar waren die Designer auf der einen Seite befreit von kapitalistischen Verkaufs- und Vermarktungsmechanismen, hatten aber auf der anderen Seite mit Mangel an zur Verfügung stehenden Werkstoffen und Produktionsmaschinen bzw. -technologien zu kämpfen, die dann  aber  zu sehr eigenständigen Lösungswegen führen.

Die Dinge sollten dauerhaft, also lange in Gebrauch und zeitlos in der Gestaltung sein. Dietel spricht in diesem Zusammenhang auch vom “Moralischen Verschleiß”, eine Form der geplanten Obsoleszenz, bei der es nicht um die technischen Sollbruchstellen sondern um schnell wechselnde Trends, um modisch orientierte Formgestaltung geht, die schnell wieder veraltet und dadurch immer nach neuen, der nachfolgenden Mode angepassten Produkte verlangt.

Geprägt hat er auch den Begriff der “Gebrauchspatina”. Dahinter steckt die Überlegung, wie könnten Gegenstände so gestaltet werden, dass die Spuren des täglichen Gebrauchs den Dingen im Laufe der Zeit immer mehr Leben einhauchen, sie Geschichten erzählen lässt. Eine Vorstellung, die sich auch im japanischen Konzept von Schönheit und Wahrnehmung “Wabi Sabi” wiederfindet, in dem der Prozess der Alterung eines Gegenstandes durch den langjährigen Gebrauch einen Wert an sich bekommt.

Angesichts der heutigen Probleme mit mangelnden Rohstoffen weltweit und den Bemühungen, nachhaltige und langlebige Produkte zu entwickeln lohnt es sich durchaus die Arbeiten der sozialistischen Formgestalter mit einem neuen Blick wieder zu entdecken und daraus für heutige Lösungsansätze zu lernen.

Mehr Interviews mit DDR-Designern gibt es auch hier: http://www.ueberholt-und-unerreicht.de/index.html

Artikelserie über Postwachstumsökonomie bei SlowLifeLab

Sonntag, 10. Februar 2013

Über Dr. Nico Paech und die Postwachstumsökonomie hatte ich kürzlich erst was gebloggt. Per Twitter stieß ich vor einigen Tagen auf eine dreiteilige Artikelserie von Alice Scheerer, die sie nach einem Besuch des Vortrags “Nachhaltiges Wirtschaften ohne Wachstum” von Nico Paech in Stuttgart im Januar dieses Jahres in ihrem Blog SlowLifeLab schrieb.

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Reparieren statt wegwerfen – Repair Cafe und andere Projekte rund ums Thema

Dienstag, 4. Dezember 2012

Immer wieder erstaunt es mich, dass so viele kaputte Geräte, Möbel und Kleidung weggeworfen werden, die leicht noch repariert werden könnten. Oftmals werden Produkte zwar äußerst reparaturunfreundlich hergestellt, doch hochwertigere Sachen können durchaus oft mit ein wenig Fachwissen und das geeignete Werkzeug ohne Probleme wieder in Ordnung gebracht werden.

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Fix it! – Aktiv-Treffen im Tauschring Bockenheim

Sonntag, 11. November 2012

Reparieren statt wegwerfen und sich gegenseitig erklären, wie es geht – das ist der Ansatz und der Grundgedanke für ein neues DIY-Projekt innerhalb des Tauschring Bockenheim in Frankfurt, das in der letzten Mitgliederzeitschrift vorgestellt wurde. Dieses Angebot ist auch sicherlich eine gute Möglichkeit für Interessierte, den Tauschring von der praktischen Seite her kennenzulernen und vielleicht sogar Mitglied zu werden. Wer in der Nähe wohnt – einfach mal vorbeikommen, die Termine finden sich auf der Website.

“Das Aktiv-Treffen ist eine neue Abendveranstaltung des Tauschrings rund um das Mitmachen. In den zwei Räumen der Evangelischen Brüdergemeinde in der Mulanskystraße 21 werden Workshops angeboten – zu Themen wie Handwerkliches und Reparatur, Computer, Gesundheit, aber auch andere Mitmachaktivitäten wie Spiele, Vorträge, Themendiskussionen oder die Einladung von anderen Gruppen.

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Bloggertreffen in Köln – Nachlese

Montag, 22. Oktober 2012

Freeline Skates

Nur kurz, weil ich schon wieder auf dem Sprung in den hohen Norden bin: Das Bloggertreffen am Wochenende war einfach nur schön. Obwohl ich Frau Dingdong, Michael, Daniel und Thomas bisher nur vom Lesen ihrer Blogs her kannte – ich hatte nach ein paar Minuten das Gefühl, sie schon lange zu kennen. Es war eine sehr angenehme und entspannte Atmosphäre mit vielen anregenden Gesprächen, viel Lachen und spannenden Erkunden der Stadt. Und es kamen sogar zwei Leserinnen unserer Blogs zum Frühstück ins Café Feynsinn: Inka, die auf dem Weg von Koblenz nach München extra einen Bogen nach Köln macht und Kristina, die in Köln wohnt.

Wir hatten wahnsinnig Glück mit dem Wetter, bei spätsommerlichen Sonnenschein waren wir fast nur draußen und haben trotz der doch recht kurzen Zeit viel von der Stadt gesehen – was wir auch Kristina zu verdanken hatten, die mit uns den ganzen Nachmittag durch die Stadt gezogen hat, uns über Poetry Slam aufklärte und als Freeline-Skaterin auch noch Einblick in die Kölner Skater-Szene gab. Ich habe es auch mal mit ihren Freelinern probieren dürfen – ganze 10 cm weit habe ich es geschafft, immerhin!

Wann treffen wir uns alle wieder? Hoffentlich bald!

Bloggertreffen in Köln

Donnerstag, 18. Oktober 2012

Auch wenn es bei mir in meinem Kraut- und Rüben-Blog thematisch um alles mögliche geht – Downshifting und Minimalismus sind Themen, die mich dauerhaft interessieren und über die ich mich auch gerne mit anderen Menschen austausche.

Deshalb habe ich mich sehr gefreut, dass Michael die Initiative ergriffen hat und für das kommende Wochenende zu einem ersten Bloggertreffen in Köln eingeladen hat. Kommen werden neben Michael auch Frau Dingdong, der ZenMonkey und Daniel und am Sonntag, den 21. Oktober  ab 11:00 Uhr, werden wir ins Café Feynsinn gehen, fürstlich frühstücken, plaudern und uns freuen, wenn sich Interessiert unter Euch auch dort einfinden würden. Vielleicht ist ja der eine oder die andere zufällig in Köln und kuckt vorbei? Wird bestimmt sehr lustig!

Wandlungen

Montag, 17. September 2012

Wandlung 1 - Startbahn

Wandlung 2 - Feldweg Babenhausen

Nullbruchstellen – es geht auch ohne geplante Obsoleszenz

Donnerstag, 17. Mai 2012

Label Nullbruchstellen

Eingebauter vorzeitiger Verschleiß oder reparaturunfreundliche Konstruktionen sind einfach ärgerlich. Erst gerade wieder selber erlebt bei einer Tastatur, die ich reinigen wollte und die partout nicht zu zerlegen war: http://meterware.blogspot.de/2009/06/tastatur-offnen-logitech-deluxe-250.html.

Inzwischen aber wollen immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher sich das nicht mehr gefallen lassen, zumindest taucht das Thema geplante Obsoleszenz mehr und mehr in der öffentlichen Diskussion auf.

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