Meine erste richtige Kamera war eine gebrauchte analoge Konica-Spiegelreflex, noch ohne Autofokus, zu der ich mir bald noch neben verschiedenen Objektiven und einigen Filtern ein zweites Gehäuse zulegte. Obwohl ich schon lange nur noch digital fotografiere, brachte ich es nicht übers Herz, mich von der Ausrüstung zu trennen. Gut verstaut in einer Fototasche überstand sie daher einige Aufräumaktionen.
Neulich stieß ich durch Zufall bei einer Netzrecherche auf einen Adapter für etwa 30 Euro, mit dessen Hilfe ich auf meine Digitalkamera, eine Sony NEX-3, die alten Objektive mit dem früheren Konica-Bajonett schrauben kann. Ich wollte das ausprobieren, bestellte den Adapter und zwischen Weihnachten und Neujahr kam er dann auch an – genau richtig, um an eine paar ruhigen Tagen damit herum zu spielen.
Reparieren statt wegwerfen und sich gegenseitig erklären, wie es geht – das ist der Ansatz und der Grundgedanke für ein neues DIY-Projekt innerhalb des Tauschring Bockenheim in Frankfurt, das in der letzten Mitgliederzeitschrift vorgestellt wurde. Dieses Angebot ist auch sicherlich eine gute Möglichkeit für Interessierte, den Tauschring von der praktischen Seite her kennenzulernen und vielleicht sogar Mitglied zu werden. Wer in der Nähe wohnt – einfach mal vorbeikommen, die Termine finden sich auf der Website.
“Das Aktiv-Treffen ist eine neue Abendveranstaltung des Tauschrings rund um das Mitmachen. In den zwei Räumen der Evangelischen Brüdergemeinde in der Mulanskystraße 21 werden Workshops angeboten – zu Themen wie Handwerkliches und Reparatur, Computer, Gesundheit, aber auch andere Mitmachaktivitäten wie Spiele, Vorträge, Themendiskussionen oder die Einladung von anderen Gruppen.
Open Source kennen viele im Zusammenhang mit Software – dass es inzwischen jede Menge Open-Source-Hardware-Projekte gibt, versuche ich immer wieder hier im Blog aufzuzeigen. Bekannte Beispiele sind 3-D-Drucker wie der RepRap oder Zeichenmaschinen wie der Drawbot, aber auch schweres Gerät wie die landwirtschaftlichen Maschinen der OpenSourceEcology.
Ein weiteres Projekt beschäftigt sich mit dem Entwurf und Bau von Häusern aus Holzwerkstoffen, bestehend aus Teilen, die einfach herzustellen, zu transportieren und zu montieren sind. Häuser wie ein Puzzle zusammenstecken? Das Projekt WikiHouse zeigt, wie es geht.
WikiHouse is an open source construction set. It’s aim is to allow anyone to design, download, and ‘print’ CNC-milled houses and components, which can be assembled with minimal formal skill or training.
Mehr Bilder, vor allem von Konstruktionsdetails, findet Ihr im WikiHouse-Blog: http://blog.wikihouse.cc/
Auf unserem Wohnzimmerrechner läuft Windows und für manche Programme brauchen wir das auch. Trotzdem wäre ein Linux auf dem Rechner auch nicht schlecht.
Letzte Woche kam die neue Ubuntu Version 12.04 mit Long Term Support heraus und ich machte mich endlich dran auf den Rechner neben Windows Ubuntu zu installieren. Seit längerem drückte ich mich davor, weil ich den erwarteten hohen Aufwand scheute und mit meinem Halbwissen befürchtete eher das ganze System platt zu machen. Da aber sowieso irgendwann ein Windows 7 auf dem Rechner das alte Windows XP ersetzten soll, wäre ein Misslingen nicht so dramatisch, also konnte ich meinen Spieltrieb nachgeben und es einfach mal ausprobieren.
Es gab verschiedene Vorträge und Workshops – einer davon über Podcasting: Moritz Moxter, Podcaster und Veranstaltungstechniker und Jan Eggers mit langjähriger Rundfunkerfahrung sprachen über die notwendige Technik vom Mindest-Setup zur professionellen Ausrüstung, von inhaltlich-redaktionellen Überlegungen, dem Umgang mit dem Mikrofon, wie am besten jemand interviewt wird und wie das Ganze dann anschließend geschnitten wird und ins Netz kommt.
Da Moritz auch jede Menge Audio-Technik mitbrachte und aufbaute, konnten wir am zweiten Tag noch ein paar Interviews machen. Leider waren am Sonntag weder von den Webgrrls noch von den drei Kuratorinnen der DIY-Ausstellung jemand anwesend – die hätten wir gerne auch noch befragt.
Trotzdem denken wir, in der knappen Zeit einen schönen Überblick über die zwei Tage hinbekommen zu haben. Danke vor allem an Moritz, der den Podcast noch geschnitten, mit Musik versehen und online gestellt hat und das sagenhaft schnell! Zu finden ist der UserCon2012-Podcast und die hoffentlich auch viele zukünftigen Hackerspace-Podcasts hier: http://hackffm-on-air.7tupel.net/
Waren die Bristlebots der große Renner beim Hackerspace-Workshop im Museum für Kommunikation am 9. Oktober diesen Jahres, ging es beim heutigen Workshop auf dem DIY-Festival in der Hauptsache um 3D-Printer.
Im dortigen Tüflterlab im ersten Stock baute ein Team aus der Frankfurter Wöhlerschule mit unsere Unterstützung ihren eigenen, ersten RepRap Prusa Mendel, einen OpenSource-3D-Printer, dessen Kunststoffteile von einem Hackerspace-Drucker gleich hier vor Ort gedruckt wurden … OK, nicht alle Teile, dafür würde der Ausdruck dann doch zu lange dauern, aber ein paar Teile haben wir hier sozusagen just-in-time fabriziert.
Aus ein paar (sebstgedruckten) Kunststoffteilen …
… einigen Gewindestangen und Muttern …
… soll dann bald so was werden:
Am kommenden Montag wird dem neu entstandenen Drucker in unseren Räumen in Rödelheim dann noch der Feinschliff gegeben und die letzten Einstellungsarbeiten müssen noch vorgenommen werden.
Montags ist übrigens immer OpenMonday* im Hackerspace – Gäste sind herzlichen willkommen, dürfen mitbasteln und können uns beim Plaudern, beim Kucken, beim Staunen und Clubmate trinken kennenlernen. Ihr findet uns in Frankfurt-Rödelheim in der Westerbachstraße 9h im Kesselhaus.
Ich werde mit im Museum sein und sozusagen “live” twittern und bloggen, sofern ich überhaupt dazu komme. Hier gleich mal ein Video von meinem Lieblingsautomaten, dem Drawbot, einem Projekt von Axl und Jo vom Hackerspace, bei der Arbeit unten am Fenster in der Eingangshalle:
Bristlebots (engl.: bristle – Bürste, -bot – Kurzform von robot – Roboter) sind Bürsten, die sich durch Vibrationen, erzeugt von einem Motor mit Unwucht, fortbewegen. Der Motor treibt hier also kein Rad an, sondern versetzt den kompletten Bot in Schwingungen, die auf die elastischen Borsten wirken. Bei entsprechender Biegung der Borsten bewegt sich der Bot in eine bestimmte Richtung. Durch zufällige Richtungsänderungen kann dabei manchmal der Eindruck von “intelligentem” Verhalten entstehen.
Die Idee hatte vermutlich Windell H. Oskay von den Evil Mad Scientist Laboratories (http://www.evilmadscientist.com/article.php/bristlebot) aus dem Jahr 2007 und ist eine von vielen Variationen der sog. “Vibrobots”, also aller Bots, die sich mit Vibrationen fortbewegen.
Drawbots (engl.:to draw – Zeichnen, -bot – kurzform von robot – Roboter) sind einfache Zeichenmaschinen. Im Gegensatz zu den bekannten Tischgeräten wie Druckern und Plottern zeichnet er direkt auf Wände, Glasscheiben oder jede andere senkrechte Ebene. Die einfache Mechanik erlaubt dabei das Zeichnen auf sehr große Flächen.
Im Internet findet man eine Vielzahl von Abwandlungen des Bauprinzips. Als Urvater und Inspiration vieler Bots darf das schweizerische Kunstprojekt “hektor” aus dem Jahr 2002 gelten (http://hektor.ch). Die Vorlage zu den hier ausgestellten Drawbots ist das Projekt „Der Kritzler“ aus Hamburg, dass seit Februar 2011 eine Schaufensterscheibe immer aufs Neue verziert. (weiterlesen …)
Am heutigen Sonntagnachmittag ist der Hackerspace Frankfurt bei der DIY-Ausstellung im Museum für Kommunikation zu Gast. Wir haben gleich drei Projekte mitgebracht:
MakerBot, ein 3D-Drucker, den wir für das Museum zusammengebaut und zum Laufen gebracht haben
Drawbot, eine Zeichenmaschine, die einen Stift in einer Gondel über zwei Schnüre über eine Fläche bewegt und beliebig große Zeichnungen erstellen kann
BirstleBots, ein Bastelei mit verschiedenen Bürsten und alten Mobiltelefon-Vibrationsmotoren
Zu den einzelnen Projekten gibt es – wenn ich es schaffe sogar heute noch – mehr zu lesen. Auf jeden Fall macht es eine Menge Spaß, der Andrang ist groß, die Stimmung prima und es wimmelt schon von umherschwirrenden BristleBots.