Hackerspace in Frankfurt

Im Sommer dieses Jahres wurde hier in Frankfurt der Hackerspace FFM von einer ca. 10 Leuten großen Gruppe gegründet und ist seit November des Jahres auch eingetragener Verein. Im Netz ist der Hackerspace selbstverständlich auch erreichbar, die Adresse: http://www.hackerspace-ffm.de

Was ist denn ein Hackerspace? Dazu schreibt die Wikipedia:

Ein Hackerspace (von Hacker und Space, engl. für Raum) ist ein physischer, oft offener Raum, in dem sich Hacker und Interessierte treffen und austauschen können. Mitglieder mit Interessen an Wissenschaft, Technologie und digitaler Kunst organisieren sich meist in Vereinen.
Typische Aktivitäten sind Do it yourself und Workshops, Öffentlichkeitsarbeit durch Präsentationen, Vorführungen und Vorträge, soziale Aktivitäten wie das Teilen von Wissen und gemeinsames Lernen, und die Organisation von Partys und Spielen. Hackerspaces stellen hierfür eine Infrastruktur bereit, vor allem Strom, Internetzugänge, Netzwerkverbindungen, Werkzeuge und Getränke. Meist ist beim Eintritt keine Gebühr zu entrichten. Da die Bereitstellung der Infrastruktur jedoch Geld kostet, wird häufig um eine Mitgliedschaft gebeten. Oft werden die Räumlichkeiten auch anderen Gruppen aus demselben Themenbereich zur Verfügung gestellt.

Der Hackerspace FFM steht noch ganz am Anfang, entwickelt sich aber schnell. Derzeit werden für Treffen die Räumlichkeiten des Cafe Müller im Ostend und ein Raum im ehemaligen Gefängnis im Klapperfeld in der Innenstadt Nähe Konstablerwache genutzt. Es werden allerdings noch größere und vor allem für die Einrichtung von Werkstätten geeignete Räume gesucht. Für Hinweise auf geeignete Objekte wäre der Hackerspace FFM e.V. sehr dankbar.

Die Idee von gemeinsamen sozialen Räumen, von gemeinsamen Werkstätten und dem Austausch von Wissen und Kenntnissen und der gemeinsamen Entwicklung und Arbeit in Projekten von Menschen aus den verschiedensten Fachgebieten fand ich schon immer sehr spannend und hatte so etwas ähnliches im handwerklichen Bericht zusammen mit anderen Handwerkern im „Werkstattkollektiv“ in unserer Werkstatt in Frankfurt-Fechenheim im Ansatz verwirklicht. Neben der gewerblichen Herstellung von Möbeln und Einrichtungsgegenständen war die Werkstatt ein Experimentierfeld, ein großer Spielplatz, in dem wir viele Sachen gemeinsam ausprobieren und umsetzten konnten. Und die Werkstatt war ein sozialer Raum, zum Feiern, zum Musikmachen und im Sommer zum chillen im Garten. Da wir als Hauptmieter der Werkstatt nur zu zweit waren und Walter, mein Co, bedingt durch Familienzuwachs in Richtung Taunus umzog, löste sich das Werkstattkollektiv in dieser Form auf, was ich sehr schade fand, aber eben nicht zu ändern war.

Als ich zum ersten Mal über das Konzept von Hackerspaces hörte – durch einen Podcast der Reihe Chaosradio-Express von Tim Pritlov: Hackerspaces. Hintergründe zu einer neuen globalen Bewegung, kreative Räume zu schaffen – war ich begeistert von der Idee und hoffte, dass so etwas auch in Frankfurt entstehen würde. Letzten Sommer las ich dann einen Tweet, in dem vom der Gründung des Hackerspace FFM die Rede war …
Auch wenn ich momentan zeitlich sehr eingespannt bin, ich werde zumindest mal Fördermitglied werden und hoffentlich Anfang nächsten Jahres mehr Zeit haben, mich dort mehr und mehr aktiv zu beteiligen.

Hier gibt es noch ein paar Links mit Infos und vor allem Podcasts zum Thema Hackerspace:

Chaosradio Express 138 (Podcast)
Basteln im 21. Jahrhundert. Die Demokratisierung des Produktionswissens.

Chaosradio Express 55 (Podcast)
Metalab. Der Hackerspace in Wien.

Küchenradio Folge 721 (Podcast)
Raumfahragentur

Hackerspaces – internationale Wiki zum Thema

Building a Hacker Space. A Hacker Space Design Pattern Catalogue

18. Dezember 2010 von Finn
Kategorien: Frankfurt & Offenbach, Ins Netz gegangen, Kunst & Kultur | Schlagwörter: , , | 1 Kommentar

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