Küche – so siehts aus!

11. April 2014

Unsere Küche

Frau Rage hat sich neulich Gedanken über Küchen gemacht und diese auch aufgeschrieben. Daraus ist dann auch ein Blogstöckchen geworden, das ich gerne mal aufhebe.

Nach meiner Ausbildung als Schreiner war ich über ein Jahr (ich war jung und brauchte das Geld …) als Küchenmonteur in der südlichen Hälfte Bayerns unterwegs und habe so einige Küchen montiert, von günstigen Standard-Küchenblocks in Hochhauswohnungen bis zu raumfüllenden Designerküchen in Vorortvillen war so ziemlich alles dabei. Auch hinsichtlich der technischen Ausstattung – die wohl heutzutage noch viel beeindruckender sein kann als damals. Ich habe die Preise nicht mehr im Kopf, doch einige der Küchen kosteten Summen, die für mich unvorstellbar waren, die ich mir wohl auch nie im Leben leisten könnte (und vor allem gar nicht hätte leisten wollen). Aber ganz klar: Küchen werden nicht nur gekauft um darin Essen zuzubereiten, Küchen sind wohl in vielen Fällen Repräsentationsorte, Statussymbole wie der SUV in der Doppelgarage. Zumindest hatte ich oft bei den hochpreisigen Küchen, die ich montierte, das Gefühl, da wird nicht wirklich viel gekocht, die sind nur zum Ankucken da.

Ausnahmen bestätigten natürlich auch hier die Regel. Ich lernte in der Zeit einige Kochnerds kennen, die ihre Küche als Werkstatt sahen, in der sie wunderbare Dinge zauberten und die in den Wohnungen und Häusern der Mittelpunkt war, an dem sich alle trafen, in dem man gerne sitzt, in dem das Leben stattfindet. Da machen aufwändige Küchen durchaus Sinn!

Ich selber bin kein Freund von Einbauküchen. Zum einen bin ich in meinem Leben viel umgezogen und finde einzelne freistehende Möbel (heißt jetzt “modulare Lösung”) viel praktischer. Außerdem habe ich als Küchenmonteur oft genug ältere Einbauküchen abgebaut und fand es immer höchst erstaunlich und wenig appetitlich, was sich so hinter den fest verbauten Möbel im Laufe weniger Jahre alles ansammelt. Freistehende Möbel kann ich bei Bedarf relativ leicht vorschieben und dahinter sauber machen.

Über die Jahre hat sich bei mir ein buntes Sammelsurium an Küchenmöbeln und -Geräten eingefunden, die ältesten Stücke sind wohl an die 100 Jahre alt (zwei Thonet-Stühle oder ein altes Fenster, aus dem ich einen Hängeschrank baute), kombiniert mit neueren Möbeln, gebrauchten Geräten. Vom Sperrmüllfundstück bis zum nagelneuen Kühlschrank ist da alles dabei.

Wir kochen gerne und viel. Deshalb finden wir es praktischer, Gerätschaften, Töpfe und Utensilien, die wir eh immer benötigen, offen aufzubewahren, am liebsten in Griffweite aufzuhängen. Da sie dauern benutzt werden, verstauben diese nicht, sie sind schnell zu finden, schnell aufzuräumen – und auch Fremde finden sich in unserer Küche einfach zurecht.

An Großgeräten und Küchenmaschinen brauchen wir nicht viel. Ein einfacher Elektroherd (leider haben wir kein Gas in dieser Wohnung), ein Kühlschrank (der allerdings mit Gefrierabteil), einen Toaster, einen Blender (Mixer) und einen Wasserkocher. Eine Geschirrspülmaschine brauchen wir keine. Selbst für drei Personen ist es kein Problem, das Geschirr sofort zu spülen – einen Spülberg mit dreckigm Geschirr gibt es nie, warum auch. Ach ja – einen Passierstab haben wir auch noch – da wir Suppen lieben, ist der oft in Betrieb!

Das wichtigste ist aber der Küchentisch (der übrigens hier schon mal aufgetaucht ist). Dort wird gearbeitet, gegessen, getrunken, geredet, gelesen, gedacht, gelacht und geweint – gelebt eben. Das ist für mich das Wünschenswerteste in einer Küche: ein großer Tisch muss reinpassen, dann ist alles gut!

Noch ein Nachtrag: Ich hatte ja jahrelang als Schreiner nicht nur Küchen montiert sondern auch Küchen für meine Kunden gebaut und mich mit der Materie aus ergonomischer und gestalterischer Sicht beschäftigt. Das interessanteste und mich am meisten inspirierende dazu fand ich bei Otl Aicher in seinem Buch “Die Küche zum Kochen”. Wer sich mehr mit der Materie Küchendesign befassen möchte, sollte sich dieses Buch unbedingt ansehen!

Nachhaltigkeit und Ortlieb-Fahrrad-Tasche

24. März 2014

Fahrradtasche

Ich ärgere mich immer wieder, dass heute Dinge oftmals wegen kleineren Defekten auf den Müll landen, weil es anscheinend kaum mehr Möglichkeiten gibt, diese zu einem annehmbaren Preis repariert zu bekommen. Lohnt es sich daher überhaupt noch, langlebige Dinge zu kaufen? Auch wenn anscheinend die geplante Obsoleszenz der Normalfall zu sein scheint, gibt es noch Hersteller, für die Nachhaltigkeit keine leere Marketingfloskel ist.

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Kleidertausch

9. März 2014

Kleidertausch im Gallus

Seit nun schon drei Jahren machen wir in den Sommermonaten den jour:fritz, ein regelmäßiges Netzwerktreffen in Frankfurt Rödelheim in den Räumen des Fritz deutschlanD e.V. Wir möchten damit die Leute, die sich dort aus den verschiedensten Zusammenhängen treffen, mehr miteinander bekannt machen und so neue Ideen, Kooperationen und Projekte fördern.

Jeden Sommer bieten wir auch einen Kleidertausch an. Alle die Lust haben, bringen ihre aussortierten Kleider mit, das Kesselhaus verwandelt sich in einen Second-Hand-Laden, nur eben ohne Kaufen und ohne Geld. Wer etwas gefunden hat und was mitnehmen möchten nimmt das eben mit, egal ob er oder sie selber etwas dabei hatten. Alles kann anprobiert, vorgezeigt, gegenseitig begutachtet werden, eine Menge Spaß ist garantiert. Musik und Getränke und genügend Platz zum Hinsetzten und zum Plaudern gibt es auch – fertig ist ein schöner Abend. Diesen Beitrag weiterlesen »

Happy Harry oder Übung macht den Meister

7. März 2014

Happy Harry oder Übung macht den Meister

Von Nix kommt nix. Übungsgelände in Offenbach, hinten am Hafenbecken.

Ein kleiner beunruhigender Spaziergang durch meine Garage

7. Februar 2014

Noisy stuff …

Einfach Wandern – Nachtrag

27. Januar 2014

Schultheis Weiher Offenbach

Ich bin ja noch was schuldig – ein paar Beträge vorher hatte ich angekündigt, “die nächsten Tage” über meinen Touren zu berichten. Ihr wisst, die Zeit vergeht manchmal schneller als man meint …

Erst was zur Tourenplanung: Ich wollte ohne großen Aufwand ja einfach los, also am liebsten direkt vor der Haustüre los laufen. Das habe ich auch meist so gemacht, teils im wörtlichen Sinne, teils waren ein paar Stationen mit dem ÖPNV notwendig. Anregungen habe ich mir – sofern es nicht Stecken waren, die ich sowieso schon immer mal laufen wollte – in erster Linie vom Grünflächenamt der Stadt Frankfurt, vom Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) und aus verschiedenen Wanderportalen (zum Beispiel hier oder da oder dort …) aus dem Netz geholt.

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Pile of Frames – Performance mit Tanz und Soundpoetry im Gallus-Theater

14. Januar 2014

Pile of Frames, Flyer

Letztes Jahr besuchte ich in Finnland den Frankfurter Soundpoeten Dirk Hülstrunk, der dort zusammen mit der finnischen Tänzerin Milla Koistinen an einer gemeinsamen Performance arbeitete. Ich fotografierte beide einen Nachmittag lang bei den Proben, dabei entstand auch das Foto des Flyer für die nun in Frankfurt stattfindende Performance des nun fertig gewordenen Stückes. Da mache ich doch gerne Werbung für, zumal diese Kombination von Tanz und Soundpoesie wirklich sehenswert ist.

Mi. 22.1.2014, 20:00 Uhr
Gallus Theater Frankfurt
Kleyerstr.15
60326 Frankfurt

Premiere: PILE OF FRAMES

Milla Koistinen (FIN) – dance/choreography
Dirk HuelsTrunk (GER) – text/sound/loops

Dieses Jahr ist Finnland das Gastland der Frankfurter Buchmesse. Grund genug die Kulturszene dieses Landes am nördlichen Rand Europas in all ihrer Vielfalt zu präsentieren. Grund auch für deutsch-finnische Kooperation und Koproduktionen.

Die finnische Tänzerin und Choreographin Milla Koistinen und der Frankfurter Sound Poet, Autor und Kulturveranstalter Dirk HuelsTrunk haben sich 2012 bei einem gemeinsamen Kunststipendium in Finnland kennen gelernt. Aus der freien Improvisation von Klang, Stimme, Wort und Bewegung entwickelten Koistinen und HuelsTrunk das Projekt „a pile of frames“, eine ungewöhnliche Performance an der Schnittstelle von Sprache und Körper, von Bewegung und Stimme. Ein Versuch über Konstruktion, Überkonstruktion und Dekonstruktion, über Struktur und Zufall, über Dichte und Raum, über Erinnerung, Verstärkung und Veränderung durch Wiederholung.

In einer Serie strukturierter Improvisationen, vermessen Koistinen und HuelsTrunk die Rahmenbedingungen und Rahmenmöglichkeiten. Sie bauen, verschieben, stecken ab. In minimalistischen Variationen und Wiederholungen reihen sie Strukturen, stapeln sie übereinander, bis ein Haufen entsteht, bis die Rahmen sich bewegen, kippen, öffnen.

Im Dezember 2013 gewann das Projekt ein Förderstipendium der finnischen Kone-Stiftung als „advancing bold initiative in the art“. (http://www.koneensaatio.fi/en)

Nach der Premiere in Frankfurt wird das Projekt im Frühjahr in Finnland präsentiert und geht dann auf Tour durch weitere europäische Länder.

Street Poetry

10. Januar 2014

Street Poetry unter der Kaiserlei-Brücke

Heute unter der Kaiserlei-Brücke zwischen Frankfurt und Offenbach entdeckt.
Bitte mehr davon!

OpenBookCase.org – wo ist der nächste öffentliche Bücherschrank?

30. Dezember 2013

Fast hätte ich es vergessen zu bloggen, aber noch rechtzeitig vor dem Jahreswechsel ist es mir nochmal eingefallen, dass ich Euch ja auf das schöne Projekt OpenBookCase.org aufmerksam machen wollte.

Ich habe es auf dem Barcamp in Dieburg am 23.-24.11.2013 kennengelernt, der Entwickler Christian Nielebock stellte dort sein Projekt vor – eine auf OpenStreetMap basierende Website, auf der Ihr offene Bücherschränke suchen und eintragen könnt. Vielleicht wird es sogar auch noch eine App fürs Smartphone geben, das wäre natürlich super. Hier findet Ihr die Präsentation zum Vortrag auf dem Barcamp: http://de.slideshare.net/Ravetracer/openbookcaseorg-wheres-your-next-public-book-case

Unbedingt solltet Ihr aber auch noch Christians Homepage ansteuern, die Fotos sind der Hammer und Musik von ihm gibt es dort auch! Viel Spaß damit!

So, und jetzt Euch allen noch einen guten Rutsch ins 2014er – haut rein!

George Carlin – Stuff

21. Dezember 2013

Alt, ich weiß, aber immer wieder schön …